Was ist eigentlich dieses „Multiposting“ und braucht man so etwas überhaupt?

Was ist eigentlich dieses „Multiposting“ und braucht man so etwas überhaupt?

Es ist wie immer bei diesen Begriffen aus der Welt des Internets. Irgendwelche Leute, denen andere Leute folgen, deren Blogs gelesen werden, etc., erfinden so ein Wort, das dann als allerneuster Trend die Runde macht und im Zuge dessen mit Bedeutung aufgeladen wird, dass es kracht.

Meistens weiß schon nach ein paar Wochen niemand mehr, wo der Begriff eigentlich herkommt und was derjenige, der den Begriff ins Leben gerufen hat, eigentlich genau gemeint hat. Das ist am Ende auch egal, denn solche Buzzwords wie Multiposting lassen sich prima für vertriebliche Zwecke nutzen.

Was ist Multiposting?

Multiposting kann alles und auch nichts sein. Wir finden heute zahlreiche Systeme, Module und auch Agenturen, die sich als „Multiposter“ bezeichnen. Das ist an sich auch in den seltensten Fällen falsch, denn wenn man das Wort mal auseinandernimmt, dann geht es beim Multiposting in unserer Branche lediglich darum, Stellenanzeigen zu „multiposten“ also gleichzeitig auf diversen Kanälen zu veröffentlichen.

Die Anfänge des Multipostings

Angefangen hat das Thema Multiposting in Deutschland mit dem Aufkommen der großen Online-Jobbörsen und den Personalmarketingagenturen die Mitte der 0er-Jahre mehr und mehr zu „Paketvermarktern“ und „Online-Job-Kombi-Verkäufern“ wurden. Am Anfang standen Jobbörsen wie Monster, Jobpilot, JobScout24 (Sie sehen an den Namen von damals, was sich seitdem in der Jobbörsen Landschaft verändert hat), die für sich genommen schon eine Revolution darstellten und die Möglichkeiten der Stellenveröffentlichungen gegenüber Printmedien auf ein ganz neues Niveau brachten.

Als Steigerung kamen dann, wie bereits an obiger Stelle erwähnt, die Paket- oder Kombischaltungen hinzu. Ich erinnere mich noch an meinen Einstieg in die Personalmarketingbranche. Obwohl dies nach 2010 geschah, existierten damals bei meinem alten Arbeitgeber noch die gängigen Bezeichnungen aus dieser Anfangsphase des – wenn man so will – „Multipostings“ mit so schnittigen Paketnamen wie „Jobkombi Premium Gold“ oder „3-Sterne-Paket Fach- und Führungskräfte“. Dabei wurden Stellenanzeigen gleichzeitig auf mehreren Kanälen gepostet also „multi“-gepostet.

Den Begriff kannte damals aber noch keiner. Die Jobbörsen haben dann Kooperationsnetzwerke mit ganz vielen anderen Jobbörsen, Jobsuchmaschinen und ähnlichen Seiten aufgebaut. Jobware war hier mit seinem Zielgruppennetzwerk Vorreiter und Vorbild für viele andere. Dabei wurden die Stellen damals sogar schon zielgruppengerecht auf Fachbörsen verteilt – wenn man so will eine frühe Form des Programmatic Advertisings. Damit wurden auch die Jobbörsen zu Multipostern – haben sich aber natürlich nicht so genannt.

Die bisherige Praxis der Multipostingsysteme

Um 2010 kamen dann die ersten „echten“ sogenannten Multiposting-systeme auf den Markt bzw. nach Deutschland wie z. B eQuest oder Broadbean.

Die Grundidee dabei war, dass man quasi systembasiert und möglichst automatisch auf einen Knopf drücken kann, um so seine Stellenanzeige direkt auf unzähligen Kanälen zu veröffentlichen. Diese Idee leuchtet vom Grundsatz her auch ein, wenn man sich eQuest und Broadbean einmal ansieht.

Falls man jedoch zuvor schon mit Jobbörsen wie Jobware und Stellenanzeigen.de seine Jobs auf sämtlichen Jobsuchmaschinen, bei der Bundesagentur für Arbeit und den wichtigsten Fachportalen gleichzeitig geschaltet hat und dabei dann noch eine Agentur hatte, die sich um sämtlichen administrativen Aufwand, der rund um so eine Stellenveröffentlichung entsteht, kümmert, dann leuchtet die Sinnhaftigkeit von solchen Systemen nicht mehr ganz so sehr ein.

Bei diesen Urgesteinen des Multipostings muss ich nämlich einen wahnsinnigen technischen Implementierungsaufwand betreiben, Jobbörsen, auf denen ich schalten möchte, muss ich erst aufwendig in den Produktkatalog hinzufügen lassen. Ich muss mit meinem BMS-Anbieter über eine hochaufwendige Integration verhandeln und ich muss mich oftmals noch mit den technischen Gegebenheiten von Schnittstellen zwischen Multipostingsystem und meinen Jobbörsen oder meiner Agentur auseinandersetzen.

Zudem muss ich meine eigenen Anzeigenkontingente mitbringen und diese auch selbst administrativ höchst aufwendig dort verknüpfen. Und wenn dann mal alles eingerichtet ist, muss ich auch noch selbst auswählen unter welchen Kategorisierungen und Rubrizierungen meine Jobs bei den einzelnen Jobbörsen aufgelistet sein sollen.

Darüber hinaus erhalte ich in den seltensten Fällen irgendein Feedback darüber, wie lange meine Stelle auf der Jobbörse XYZ noch online ist, geschweige denn was mir die Schaltung gebracht hat (wenigstens Klicks, CTR, Bewerbungsklicks oder Bewerbungen).

Die „old-school-Multipostingsysteme“ wirken da schon in etwa wie Vorderlader Gewehre aus dem frühen 19. Jahrhundert, bei denen Kugel und Treibladung noch einzeln in den Lauf eingeführt und gestopft werden mussten bevor man den Abzug betätigen konnte.

Wie gesagt, diese Form des „Multipostings“ bietet mir als Arbeitgeber keinerlei Mehrwert gegenüber folgendem Vorgehen: Ich schreibe meiner Agentur eine Mail mit einem Stellenlink von meiner Website und schreibe dazu „Schaltet mal diese Stelle bitte auf XYZ oder macht mir mal einen Vorschlag, wo ihr das schalten würdet“.

Etwas besser machen es hier die bereits in einigen Bewerbermanagementsystemen vollintegrierten Multipostingsysteme, die meist aus der Kooperation von Agenturen und dem jeweiligen BMS-Anbieter entstanden sind und die wie ein klassischer Onlineshop funktionieren, bei dem ich meist über Kacheln meine gewünschten Jobbörsen und Produkte bestellen kann.

In den meisten Fällen erhalte ich als Arbeitgeber dann noch eine Bestätigungsmail und natürlich noch die Rechnung zu meiner Schaltung, erfahre aber nie wieder was aus der Stellenausschreibung geworden ist und hoffe darauf, dass die Bewerber kommen – Post and Pray also im ganz klassischen Sinne.

Welche Fragen muss ich mir als Arbeitgeber stellen?

Dies waren jetzt verschiedene Beispiele, wie Multiposting in der Praxis bisher umgesetzt wurde: Über Agenturen und Jobbörsen, über eine Stand-Alone-Multiposting-IT-Lösung oder integriert in ein Bewerbermanagementsystem. Natürlich habe ich in meinem Text jetzt schon eine gewisse Tendenz aufgezeigt, was aus meiner Sicht sinnvoller und was weniger sinnvoll erscheint.

Letztendlich muss ich mir als Arbeitgeber aber die Frage stellen: Brauche ich jetzt eine Lösung fürs Multiposting oder habe ich nicht vielleicht schon eine sehr gute Lösung hierfür, die sich aber gar nicht „Multiposting“ nennt? Und gibt es vielleicht ein System/eine Lösung, die mir einen echten Mehrwert gegenüber der Art und Weise wie ich derzeit meine Stellenanzeigen veröffentliche bietet?

Die letzte Frage ist die wichtigste und der Kern des Ganzen: Es geht nicht darum, ob ich Multiposting brauche oder nicht – die allermeisten von Ihnen nutzen nämlich schon längst irgendeine Form des Multipostings – sondern darum, wie ich meine Stellenausschreibungen besser, schneller, effizienter und auch wirtschaftlicher managen kann.

emplify automate

Aus diesem Gedanken heraus haben wir von emplify auch ein Tool entwickelt, das sich „Multipostingsystem“ nennt. Wir haben dabei den Fokus vor allem auf Einfachheit und Mehrwert für denjenigen gelegt, der die Stellen schalten möchte. Es nennt sich emplify automate.

Wir erheben sicherlich nicht den Anspruch, dass unsere Lösung perfekt ist und für jeden erdenklichen Anwendungsfall geeignet erscheint.

Wir von emplify arbeiten jedoch ganzheitlich seit jetzt bereits 5 Jahren daran, wie man das Thema „Stellenanzeigen schalten“ besser und einfacher für alle Beteiligten Parteien gestalten kann (und hiermit sind wirklich die Arbeitgeber, wir als Dienstleister und auch die Jobbörsen und Partner gemeint).

Ich denke auf jeden Fall, dass es sich lohnt einmal die eigene Multipostingstrategie von Stellenanzeigen zu überdenken und sich die Tools, die es dazu gibt anzuschauen.

Mehr zu emplify automate erfahren Sie hier oder Sie kontaktieren uns einfach direkt unter der Telefonnummer 0711 1842290 oder per Email an order@emplify.de.