TikTok im Recruiting

TikTok im Recruiting

TikTok im Recruiting – soll ich das wirklich einsetzen? Was ist dieses TikTok eigentlich? Kann eine sogenannte Challenge wie #MachDieRobbe tatsächlich bei der Suche nach potenziellen Mitarbeiterinnen helfen? Soll ich wirklich eine App im Recruiting einsetzen, die einem chinesischem Unternehmen gehört? Die Antworten auf diese Fragen habe ich in diesem Beitrag für dich zusammengefasst. 

Was ist TikTok?

TikTok gibt es seit 2016, damals noch unter dem Namen musical.ly auf dem Markt erschienen und ursprünglich als Dance & Lip-sync App für Jugendliche ab 13 Jahren konzipiert. 2018 wurde musical.ly in TikTok umbenannt und die Nutzungszahlen steigen unaufhaltsam. Im Ranking von saferinternet.at aus Jänner 2020 liegt TikTok bei den Userzahlen von österreichischen Jugendlichen (11–17 Jahre) noch auf Platz 6 – ich traue mich wetten, dass sich das bei der nächsten Befragung deutlich ändert. International liegt TikTok nämlich bereits vor Snapchat und Instagram.

Wie funktioniert TikTok?

Das zu beschreiben ist wirklich eine Herausforderung. Probier es am besten selbst aus. Wenn du die App nicht downloaden möchtest, dann kannst du hier einen Blick auf die Desktopversion (auch ohne Anmeldung) werfen. Alternativ kannst du auch einfach auf YouTube nach TikTok suchen. Auf meiner Playlist „Social Media“ auf Recruiting TV habe ich zum Beispiel ein Video für dich abgespeichert, in dem sich Reese Whiterspoon von ihrem Sohn erklären lässt, was TikTok eigentlich ist. Achtung: Es kann jetzt passieren, dass du nur mal kurz schauen magst und schwupps sind 45 Minuten um. Ich sage nur #Mamatanz.

Aktuell ist TikTok eine App, wo du dir kurze Videos (ca. 15–60 Sekunden lang) ansehen und/oder du Videos hochladen kannst. Ein Zeitvertreib, der nicht mehr nur bei der Generation Z angesagt ist.

Wen erreiche ich auf TiKTok?

Vor mittlerweile acht Jahren wurde Instagram von Facebook gekauft, erinnerst du dich? 2012 hatten wohl nur ganz wenige Recruitingverantwortliche eine Idee, wie man Instagram im Recruiting bzw. Employer Branding einsetzen kann – so in etwa ist das derzeit mit TikTok.

Längst zählen nicht mehr nur „Kids“ zu den Usern, sondern – aus ganz unterschiedlichen Gründen wie zum Beispiel Langeweile in Coronazeiten – auch Erwachsene. Wenn du meinst, du bist zu alt für TikTok, dann denk daran: Jane Fonda hat auch einen Account.

Was mache ich auf TikTok?

Du machst natürlich die Robbe! 😂 Oder du machst es wie die Vorreiter am deutschsprachigen Arbeitgebermarkt: Das Klinikum Dortmund ist grundsätzlich sehr aktiv im Social Media Recruiting und nützt TikTok nicht nur für Challenges, sondern bringt auch immer wieder einen Blick hinter die Kulissen. Auf diese Weise haben sie nicht nur unfassbare 87.000 Follower (zum Vergleich auf Instagram sind es beachtliche 13.000, Stand Mai 2020), die Videos wurden millionenfach angesehen, Unternehmensvertreter wurden in Talkshows eingeladen und das Klinikum ist in unzähligen Print- und Onlinemedien vertreten. Die zig-fache Medienpräsenz durch TikTok hat auch zu mehr Bewerbungen geführt.

Oder du machst es wie Lidl, die sind ebenfalls mit einem eigenen Karriere-Account vertreten. Gesine wiederum gibt auf höchst unterhaltsame Weise Bewerbungstipps weiter. Du musst also nicht unbedingt tanzen oder lip-snycen, damit dein Video viral geht. Deiner Kreativität sind allerdings keine Grenzen gesetzt.

Eine Frage der Moral

Ich kann und will die Entscheidung nicht für dich treffen, ob du im Recruiting auf TikTok setzt oder auf eine andere Plattform. Ich sorge aber gerne dafür, dass du alle Infos hast, damit du eine Entscheidung treffen kannst.

Noch mehr Infos zu TikTok und Recruiting

Überlegst du dir, TikTok auch am Recruiting bzw. Employer Branding einzusetzen? Möchtest du noch mehr darüber erfahren und vielleicht mit mir gemeinsam deine ersten Dance Moves auf TikTok machen? Scherz, keine Sorge, niemand muss tanzen. 🙂 Aber ich freue mich, wenn du dir mein Webinar „TikTok für Recruiting“ ansiehst. Hier geht’s zum Online-Vortrag!

Bei meinem Social Media Recruiting Bootcamp dürfen sich die Teilnehmerinnen immer aussuchen, welche Plattformen wir gemeinsam durchgehen. Bisher war da TikTok noch kein Thema, ich bin gespannt, ob sich das jetzt ändert.

Manchmal muss man eben neue Wege tanzen – äh gehen meine ich natürlich, damit Recruiting wieder einfach wird. 

Herzliche Grüße

Claudia