Ausnahmezustand Corona- Was kannst Du in Krisenzeiten als Arbeitgeber tun?

Ausnahmezustand Corona- Was kannst Du in Krisenzeiten als Arbeitgeber tun?

Aufgrund von COVID-19 sind wir alle gesellschaftlich wie wirtschaftlich eingeschränkt – auf unbeschränkte Zeit.
Wir alle müssen gerade mit dem neuen Ausnahmezustand klarkommen – auf dem Weg zur Bewältigung der Corona-Krise.

Auch Unternehmen und DU als Arbeitgeber können dafür etwas tun, um die Ansteckungskurve flach zu halten.

Wie kann ich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen?

Natürlich ist die aktuelle Situation für viele Unternehmen alles andere als gewöhnlich. Auch die Frage, wie ich meinen Betrieb am Laufen halte und das Unternehmen durch die Krise lenke oder wie ich meiner Verantwortung gegenüber meinen Angestellten und auch meiner unternehmerischen Verantwortung gerecht werde steht offen im Raum. Unsere Gesellschaft ist an einem Punkt, wo sie noch nie zuvor war, wo neue Antworten auf neue Fragen gesucht werden müssen.

Was kannst Du also tun?

Zunächst ist es wichtig, dass Du Dich um das Wohlergehen Deiner Mitarbeiter und auch um Dein eigenes kümmerst. Heißt: Wenn Du die Möglichkeit hast, Deine Mitarbeiter, und auch wenn es nur ein Teil dieser ist, im Homeoffice weiter arbeiten zu lassen, nutze die Chance. Überleg mal, wir teilen tagtäglich denselben Kaffeeautomaten, benutzen gemeinsam den Drucker und den Scanner, gehen die gleichen Wege und öffnen dieselben Türen, Fenster und Schubladen. Wir benutzen Wasserhähne und bedienen Lichtschalter. Bakterien und Viren können so von Mensch zu Mensch übertragen werden – mit Homeoffice minimierst Du die Ansteckungsgefahr innerhalb und außerhalb Deines Unternehmens massiv.

Wenn die Arbeit Deines Unternehmens überwiegend digital stattfindet, kann der Arbeitsort der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leicht in die heimischen vier Wände verlegt werden – und so sorgst du dafür, dass Bakterien und Viren sich nicht verbreiten können. Gleichzeitig beugst Du auch einer eventuellen Schließung Deines Unternehmens bzw. einer Abteilung Deines Unternehmens vor, wenn wirklich einer der Kolleginnen oder Kollegen mit dem Virus infiziert ist.

Auch wir bei emplify haben uns diese Frage gestellt und daher alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, sodass wir all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig ins Homeoffice geschickt haben, um die Gefahr der Ansteckung im Office aber auch unter unseren Mitmenschen so gering wie möglich zu halten, als gutes Beispiel voran zu gehen und um auch weiterhin für unsere Kunden da sein zu können.

Wie sieht so ein Umzug ins Homeoffice aus?

Du als Arbeitgeber solltest Deine Mitarbeiter mit allen Mitteln ausstatten, die sie für ihre Arbeit von zu Hause benötigen. Dazu zählen in der heutigen Zeit neben einem eigenen Laptop vor allem diese geeigneten Kommunikationsmittel:

  • Gute Headsets
  • Telefone (Smartphones oder sogenannte Softphones)
  • Chatprogramme wie etwa Teams oder Slack
  • Ein gut funktionierender VPN-Zugang für den Zugriff auf Intranets und lokale Fileserver

Gerade bei der Telefonie und den VPN-Tunneln hapert es nach unserer Erfahrung oft. Es fehlen geeignete Headsets, Umleitungen funktionieren nicht richtig und vorhandene VPN-Tunnel stoßen zu schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Falls Ihr zu diesen Themen etwas ratlos seid hilft euch gerne unser IT-Experte Nils weiter.

Vielen Menschen fehlt in der derzeitigen Quarantäne-Zeit der soziale Kontakt. Achte also darauf, dass Deine Mitarbeiter untereinander kommunizieren können über online Tools wie Slack oder Microsoft Teams (etc.). So sind die interne Kommunikation und die Absprache zu Projekten und Strategien gegeben; Deine Mitarbeiter fühlen sich verbunden und können sich gegenseitig unterstützen.

Kommunikation ist der Schlüssel.

Als Arbeitgeber solltest Du um das Wohlergehen Deiner Mitarbeiter besorgt sein und daher ein wöchentliches Teammeeting einberufen – am besten mit Kamera, damit sich alle sehen können. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt, es können zudem auch alle offenen Fragen zu Projekten oder dem weiteren Vorgehen in offener Runde besprochen werden. Bei großen Unternehmen ist es ratsam, nur die einzelnen Fachbereiche oder Projektgruppen zusammenzurufen, da es sonst schnell im Chaos enden kann, wenn zu viele Teilnehmer dem Meeting beisitzen.

Die wichtigste Regel in Gruppen-Meetings: Wer nichts zu sagen hat, stellt sein Mikro auf Stumm (Mute)!

Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass Du Deine Mitarbeiter wertschätzt. Für alle ist dies eine unbekannte, aber auch belastende Situation. Daher ist gerade jetzt Feedback und Transparenz wichtig. Die Kommunikation sollte auch im Homeoffice immer wertschätzend, konstruktiv und respektvoll bleiben und gerade bei kritischem oder sensiblem Feedback sollte dies nicht in der großen Runde, sondern in einem Einzel-Meeting besprochen werden. Auch hier gilt: Ein Videocall ist die bessere Option, denn von Angesicht zu Angesicht kann vieles besser und vor allem eindeutiger transportiert werden.

Du kannst Deine Mitarbeiter nicht zu 100% beschäftigen?

Natürlich ist der Stillstand für Dein Unternehmen und Deine Mitarbeiter demotivierend und zugleich frustrierend. Trotzdem raten wir Dir, nicht sofort den Kopf in den Sand zu stecken, denn gerade jetzt ist Dein Krisenmanagement gefragt.


Nicht gern gesehen, aber häufig ein notwendiger Schritt: Melde Kurzarbeit an. Anfang des Monats hat die Bundesregierung ein Gesetzt verabschiedet, welches die Anmeldung der Kurzarbeit während der Krisenzeit vereinfachen soll. So kannst Du Dein Unternehmen kurzfristig entlasten.
Natürlich solltest Du diese Information sehr sensibel an Deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen. Am besten führst Du auch hier nach Möglichkeit individuelle Gespräche mit deinen Mitarbeitern.

Des Weiteren kannst Du bzw. Dein Unternehmen diese Entschleunigung der Welt selbstverständlich nutzen, um liegen gebliebene Sachen endlich aufzuholen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Check Deine Karriereseite: Ist sie benutzerfreundlich? Übersichtlich? Ist der Karrierebereich gut zu finden? Wird die Zielgruppe angesprochen? Was könnte ich verbessern?
  • Check Deine Unternehmenstexte: Sind die Texte ansprechend und aktuell? Kann ich sie vielleicht an einigen Stellen kürzen oder optimieren? Fühlt sich die Zielgruppe angesprochen?
  • Digitalisierung: Du wolltest schon längst Dein Bewerbungssystem, Lebensläufe, Zeugnisse etc. digitalisiert haben? Jetzt hast Du die Zeit dazu! Du wirst sehen, nach der Krise wird Dir einiges leichter fallen!
  • Digitales Aufräumen: Über die Jahre sammelt sich eine Menge Müll auf Deinem Laufwerk, deinem Sever oder deinem Computer: Veraltete Mitarbeiterordner, unfertige oder abgebrochene Projekte etc. Jetzt hast Du die Chance einen digitalen Frühjahrsputz durchzuführen.
  • DSGVO: Ist bei Dir alles Datenschutzkonform?
  • Social Media: Informiere Dich jetzt über Möglichkeiten und Potenziale die Dein Unternehmen in den verschiedenen Social Media Netzwerken haben könnte – am Ende gehst Du als Experte hervor!
  • Webinare: Gerade jetzt kannst Du Dein Wissen erweitern und auch selbst Wissen weitergeben. Sei es entweder durch interne Mitarbeiter Schulungen oder auch durch öffentliche Webinare und Lehrvideos auf diversen Plattformen.
  • Newsletter: Um die Aufmerksamkeit Deiner Kunden zu bekommen kannst Du sie über Deinen Newsletter am Besten erreichen. Du hast noch keinen? Dann kannst Du die Zeit nutzen und Dir jetzt einen einrichten!

Ganz wichtig:

Gedanken machen: Nach der Krise geht es weiter!

Wie soll es für Dein Geschäft weiter gehen, wenn wir die Quarantäne und das Virus überstanden haben?

Diese Frage solltest nicht nur Du Dir stellen. Gerne kannst Du diese in Dein Unternehmen tragen und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich darüber Gedanken machen. Es gibt dann viel zu tun, um wieder auf Kurs zu kommen – global. Gerade hier werden sich viele Nischen bilden, die es zu besetzten gibt. Welche Nischen kann Dein Unternehmen bestmöglich besetzten und daraus einen Vorteil ziehen? Diese Maßnahmen gilt es bereits jetzt vorzubereiten.

An dieser Stelle ist natürlich auch wichtig: Die Fluktuation möglichst gering zu halten. Versuch Deine Mitarbeiter zu motivieren und ihnen in der schwierigen Zeit beizustehen. Gleichzeitig solltest Du Dir überlegen, ob es Sinn macht in der aktuellen Situation alle Vakanzen offline zu nehmen oder ob es sich gerade jetzt lohnt zu rekrutieren. Natürlich sind Bewerbungen jetzt gerade ein schwieriges Thema. Dennoch werden einige Leute diese Pause nutzen und sich auf die Suche nach einem neuen Job machen z. B. wenn ihr Arbeitgeber nicht sonderlich sensibel mit seinen Arbeitnehmern in der Krise umgeht.

Des Weiteren solltest Du darüber nachdenken, ob das Thema Videobewerbungen bzw. Skype Interviews für Dich relevant ist und eine attraktive Möglichkeit bietet, Kontakte zu generieren und zu halten, um auch recruitingtechnisch optimal auf die Post-Corona-Zeit vorbereitet zu sein.

Wir empfehlen Dir daher, dass Du unbedingt sichtbar bleiben solltest auf dem Markt! Gerade jetzt ist es wichtig sich gegen Wettbewerber zu behaupten und die aktuelle Position beizubehalten! Als Arbeitgeber kannst Du Dich jetzt besser als je zuvor präsentieren, gerade mit flexiblen CPC-Modellen wie Indeed oder Google Ads. Denn auch mit kleineren Budgets ist es möglich, die Sichtbarkeit noch zu gewährleisten, was unserer Meinung absolut notwendig ist. Denn Deine Sichtbarkeit bzw. Dein Recruiting gänzlich runter zu fahren bedeutet für Dich einen wichtigen Zeitverlust, wenn es wieder nach vorne geht und die Handbremse gelöst wird.

Brauchst Du Hilfe? Dann kannst Du Dich gerne jederzeit bei uns melden – wir beraten Dich eingehend zu allen möglichen Maßnahmen, die Du während dieser Zeit nutzen kannst!

Am Ende sollten wir alle daran denken: Die Welt wird sich weiterdrehen. Und bis dahin sollten wir uns unsere Mitmenschlichkeit unseren Optimismus nicht nehmen lassen. Wir gehen gemeinsam stärker und resilienter in unsere Zukunft – Step by Step.